Welpe bellt

Retriever Welpe bellt | Foto: dedukh / bigstock.com

Bellen ist generell ein ganz normales, neutrales Hundeverhalten. Du wirst dich also daran gewöhnen, dass dein Welpen auch mal bellen wird. Es liegt einfach in der Natur des Hundes. Einem Hund das bellen komplett abgewöhnen zu wollen ist naiv und unfair. Aber du und deine Familie und vor allem deine Nachbarn werden sehr viel zufriedener sein, wenn du das Bellen unter Kontrolle halten kannst.

Hunden ist nicht bewusst, ob Bellen gut oder schlecht ist. Manchmal wird der Hund ignoriert, wenn er bellt. Ein anderes mal wieder wird mit ihm geschimpft. Oder aber er wird sogar auf Kommando zum Bellen ermutigt. daher ist es für eine Hund oft sehr konfus.

Welpen und auch erwachsene Hunde bellen manchmal alles an:
  • fremde Menschen auf der Straße
  • Autos/Motorräder
  • andere Hunde
  • Rollstühle
  • Postboten
  • und vieles mehr an
Um deinem Welpen direkt von Anfang an Klarheit über dieses Thema zu vermitteln gilt eine hilfreiche Regel: Bellen ist okay, bis der Befehl zum Aufhören kommt. „Stopp!“ ist ein Befehl zum Gehorsam, kein Schimpfen. Lass deinen Welpen zwei- oder dreimal bellen. Dann lobst du ihn für seine Wachsamkeit. Sag dann „Stopp!“ und halten ihm ein Leckerli hin. Dein Welpe wird dadurch aufhören zu belle, denn beim Bellen kann er das Leckerlies nicht riechen. Das Leckerli gibts du ihm aber ein paar Sekunden zeitverzögert. Verlängere dann nach und nach die Zeit zwischen dem Beenden des Bellens und dem Leckerli.

Sonderfall Jaulen: Jaulen wird nur schlimmer umso mehr du deinen Welpen tröstest. Er wird denken für das Jaulen belohnt zu werden und so immer und immer mehr jaulen. Ignoriere sein Jaulen und spiele erst wieder mit ihm, wenn er aufgehöht hat.

Auf einem Blick

  • bellen ist generell ein ganz normales, neutrales Hundeverhalten
  • einem Hund das bellen komplett abgewöhnen zu wollen ist naiv und unfair
  • Hunden ist nicht bewusst, ob Bellen gut oder schlecht ist
  • bellen ist okay, bis der Befehl zum Aufhören kommt
  • jaulen wird nur schlimmer umso mehr du deinen Welpen tröstest

Weshalb bellen viele Welpen Dinge an?

Bellen hat häufig mit großer Aufregung zu tun. Große Aufregung kann etwa durch Furcht vor (für deinen Welpen) komische Dinge entstehen. Besonders bei Welpen in jungem Alter kann es zu einer Phase kommen, in der viele Dinge potenziell gefährlich sind und zu einer entsprechenden Reaktion – meistens Bellen – führen.

Dein Welpe will dich mit seinem bellen nicht verärgern, sondern hat einfach Angst oder zu mindestens gruselt er sich.

Wichtig ist es die Situation in der das Bellen auftritt zu beobachten:

  • Bellt der Welpe immer bei Autos, Kinderwagen oder Fahrrädern
  • Ist der Auslöser ein anderer Hund
  • Komm jemand direkt auf euch zu

Viele Welpen finden es bedrohlich, wenn jemand direkt auf sie zu kommt. Und da Welpen häufig ja extrem süß aussehen werden sie in den meisten Fällen von den Menschen auch direkt angeschaut. In Verbindung mit der direkten Annäherung wirkt dieses Verhalten für viele Welpen sehr bedrohlich. Als Folge auf diese Bedrohung beginnen viele Welpen zu bellen.

Generell sind alle Trainingsmethoden, um einen Hund das übermäßige Bellen abzugewöhnen, nur dann von Erfolg gekrönt, wenn du die Hintergründe und Ursache für das übermäßige Bellen deines Welpen ermittelst. Manche Welpen sind mangels körperlichen Aktivitäten so frustriert, dass sie versuchen, diesen Frust durch übermäßiges Bellen abzubauen. Auch erwachsene Hunde sind davon betroffen. Natürlich sollst du deinen Welpen körperlich und geistig nicht überfordern. Eine Unterforderung ist aber auch nicht das wahre vom Ei.

Auch Welpen, die einsam und allein an einem Ort bleiben müssen, langweilen sich schnell. Sie verspüren dadurch oft den Drang zu bellen. Übermäßiges Bellen kann aber auch ein Mittel deines Welpen sein die Aufmerksamkeit von dir auf ihn zu lenken.

Manchmal sind  gesundheitliche Probleme der Grund für übermäßigen Bellen. Hunde, die krank sind oder körperliche Schmerzen verspüren bellen öfter als gesunde und schmerzfreie Hunde.

Was ist denn unangemessenen Bellverhalten? Ein Hund, der ein bis zwei Tage im großen Ausmaß bellt gehört definitiv dazu. Dieses Bellen einzudämmen oder gar zu stoppen kann aber auch mit regelmäßigen Training oft Monate dauern.

Übermäßiges Bellen bei Welpen abzugewöhnen ist dagegen viel einfach, als dies bei erwachsenen Hunden der Fall wäre. Von daher solltest du bei Bellproblemen mit deinem Welpen schnell und zeitig handeln und nicht erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Ein Besuch beim Tierarzt um mögliche Schmerzen auszuschließen sollte im Fall von übermäßigem Bellen der erste Schritt sein.  Dinge, die plötzlich auftauchen

Auf einem Blick

  • Bellen hat häufig mit großer Aufregung zu tun
  • Furcht vor (für deinen Welpen) komische Dinge
  • Besonders bei Welpen  kann es zu einer Phase kommen, in der viele Dinge potenziell gefährlich sind
  • dein Welpe will dich mit seinem bellen nicht verärgern, sondern hat einfach Angst oder zu mindestens gruselt er sich
  • wichtig ist es die Situation in der das Bellen auftritt zu beobachten
  • viele Welpen finden es bedrohlich, wenn jemand direkt auf sie zu kommt
  • Hintergründe und Ursache für das übermäßige Bellen deines Welpen sollten ermittelt werden
  • manche Welpen sind mangels körperlichen Aktivitäten so frustriert, dass sie versuchen, diesen Frust durch übermäßiges Bellen abzubauen
  • ein Hund, der ein bis zwei Tage im großen Ausmaß bellt, fällt in die Kategorie übermäßiges bellen
  • regelmäßigen Training zum bellen abgewöhnen kann oft Monate dauern

Was soll mit dem Bellen eigentlich erreicht werden?

Tauchen plötzlich Menschen, Hunde oder Fahrzeuge wie aus dem nichts auf ist eine normale Reaktion eines Welpen bellen. Angst und Schreckmomente müssen verarbeitet werden und bellen ist ein gutes Mittel für deinen Welpen um seine Anspannung Herr zu werden. Es handelt sich um eine völlig automatische Reaktion auf diese plötzlichen Reize. Du kannst in der ersten Sekunde also wenig gegen das Bellen ausrichten, aber du hast es und er Hand wie dein Welpe im folgenden darauf reagiert.

Bellen ist in erster Line ein „Alarmsignal“. Dein Welpe findet: Da ist etwas ganz komisch. Seine erhöhte Aufregung führt zu der Reaktion des Bellens.

Bellen ist aber auch ein Versuch, das Gegenüber zu vertreiben. Das erste Bellen ist meist ein „melden“. Ein etwas leiseres Bellen mit der Funktion Bescheid zu geben. Sobald sich das unbekannte, bedrohliche jedoch weiter nähert kann das Bellen lauter und energischer werden. Manchmal schon hysterisch. damit Versucht der Welpe das Bedrohliche auf Abstand zu halten und zu vertreiben.

Dein selbstbewusstes Verhalten nützt deinem Welpen in dieser Situation ein gar nichts , denn nicht du sondern er findet etwas gruselig und bedrohlich. Du musst dir also keinerlei Vorwürfe machen, dass du Schuld sein könntest. Auch schimpfen nützt nicht viel, denn dadurch bekommt dein Welpe nur noch mehr Angst und wird noch aufgeregter.

Auf einem Blick

  • Angst und Schreckmomente müssen verarbeitet werden
  • bellen ist in erster Line ein „Alarmsignal
  • bellen ist aber auch ein Versuch, das Gegenüber zu vertreiben
  • schimpfen nützt nicht viel, denn dadurch bekommt dein Welpe nur noch mehr Angst und wird noch aufgeregter

Was kannst du nun tun, damit dein Welpe aufhört zu bellen?

Sei sehr aufmerksam und achte genau darauf, wenn dein Welpe etwas wahrnimmt. Genau diesen Moment, kurz vor dem bellen, musst du abpassen und deinen Welpen loben und ihn vielleicht mit einem Keks belohnen.

Wofür du bitte belohnen sollst?
Ganz einfach: Damit kannst du den ersten Schreck etwas abmildern.  Dein Welpe lernt, dass erschreckende Dinge sogar etwas was Gutes von deiner Seite aus bedeuten können. Du kannst dieses loben dann nach und nach mit einem bestimmten Kommando, dass du nur in dieser Situation verwendest, verknüpfe. So kannst du langsam von den Leckerlies Werg kommen.

Als nächstes solltest du deinen Welpen dazu bringen sich das Erschreckende genauer anzuschauen. Aber aus der Ruhe heraus und ohne Angst. Halte dafür ausreichend Abstand. Für ruhiges Schauen wird dein Welpe wieder belohnt. Für ruhiges annähern genauso. So nimmst du deinem Welpen auch und nach die Angst und bringst ihm bei sich gruselige Dinge erst anzuschauen.

Auf einem Blick

  • Sei sehr aufmerksam und achte genau darauf, wenn dein Welpe etwas wahrnimmt
  • kurz vor dem bellen, musst du abpassen und deinen Welpen loben
  • damit kannst du den ersten Schreck etwas abmilderst
  • erschreckende Dinge können sogar etwas was Gutes von deiner Seite aus bedeuten
  • Erschreckendes genauer anschauen lassen
Welpe bellt Frauchen an | Foto: Tanya69 / bigstock.com

Sinnvolles Hundetraining um Langeweile vorzubeugen

Für einen guten Start in den Tag empfiehlt sich ein ausgiebiger (an das Alter deines Welpen angepasst) Spaziergänge am Morgen. Dieser lässt deinen Welpen entspannt in den Tag starten. Zusätzlich ist morgens oft noch weniger los und dein Welpe kann seine Aufregung der Nacht erst einmal ablassen.

Im Laufe des Tages sind dann kurze Trainingseinheiten sinnvoll, um deinen Welpen vernünftig auslasten. Ausreichende Ruhephasen sind besonders in der ersten Monaten sehr wichtig.

Ein Treffen in Hundeparks kann deinem Welpen helfen soziale Kontakte zu anderen Hunden aufbauen und pflegen. Aber auch der Besuch einer Welpengruppe ist eine tolle Variante für die Sozialisierung. Die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hilft deinem Welpen einen gesunden Schlaf zu finden und  eine gewisse Kontrolle über seine Bellgewohnheiten zu erlangen.

Für die Zeiten, die dein Welpe alleine ist, hilft ihm die Beschäftigung mit interessantem Hundespielzeug die Langeweile zu vertreiben. Hier findest du verschiedene Spielzeugarten.

Regelmäßig Zeit mit deinem Welpen zu verbinden ist jedoch elementar, nicht nur bei einem Welpen dem du das Bellen abgewöhnen möchtest.

Antibellhalsbänder

Sollte das Training nach längerer Zeit zu keinem Erfolg führen, kann über den Einsatz eines Antibellhalsbandes nachgedacht werden.

Als Hilfsmittels kann dieses nützlich sein, um chronisches und übermäßiges Bellen zu stoppen. Dieses Trainingsmittel gehört allerdings nur in bewusste Hände und sollte wirklich achtsam genutzt werden . Es wurde entwickelt. um ernstzunehmenden Probleme anzugehen und es ist eines der wirksamsten Instrumente für das Abgewöhnen des übermäßigen Bellverhaltens bei Hunden. Dieses sollte allerdings nicht im Welpenalter verwendet werden, sondern erst bei erwachsenen Hunden und auch nur, wenn alles andere nicht geholfen hat.

Ganz wichtig ist, dass Antibellhalsbänder, die elektrischen Strom abgeben nicht nur verboten sind, sondern auch gegen den Tierschutz verstoßen. Diese Halsbänder dürfen keinesfalls eingesetzt werden, obwohl sie im Fachhandel immer noch zu finden sind.

Andere Antibellhalsbänder, die beim Bellen ein akustischen Signal oder einen unangenehmen Duftstoff frei setzten können hingegen helfen, wenn alles andere bisher nicht gewirkt hat.

Online Hundeschule

Wenn du alleine nicht mehr weiter kommst und Hilfe benötigst im Umgang mit deinem Welpen kannst du dir in der Online Hundeschule Tipps und tricks holen. Hier können Informationen und Hilfestellung genau dann abgerufen werden, wann sie benötigt werden. Und auch in Hinblick auf die Kosten hat die Online Hundeschule viele Vorteile.

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