Welpenschule

Ein Besuch in der Welpenschule ist Pflicht für jeden Welpen | Foto: Elen33 / bigstock.com

Braucht man zwingend eine Welpenschule? Macht eine Hundeschule Sinn? Kann man sich diese nicht auch sparen, vor allem wenn es nicht der erste Hund ist? Und woran erkennt ich eine gute Hundeschule. Diese Fragen und noch viele weitere haben wir in diesem Artikel für dich zusammengefasst.

Warum überhaupt eine Welpenschule besuchen?

In einer guten Hundeschule treffen Welpen auf Artgenossen (bestenfalls in ähnlicher Größe und Aktivitätsintensität) und werden auf verschiedenste Umweltreize sozialisiert. Der Vorteil einer Welpenschule ist, dass die Welpen auf andere Welpen im selben Alter treffen und unter professioneller Aufsicht lernen zu spielen. Ein guter Hundetrainer erklärt dir das Sozialverhalten der Hunde und du kannst zahlreiche Tipps für den Alltag mit deinem Welpen mitnehmen. Ein Hundetrainer kann auch schnell erkennen, was in der Kommunikation zwischen dir und deinem Welpen oder deinem Welpen und anderen Hunden etwas nicht stimmt. Und wird dir sagen wie du dieses verbessern kannst.

Durch das Training in einer Gruppe lernt dein Welpe von Anfang an auch unter Ablenkung Kommandos zu befolgen. Die Ablenkung sollte in einem Welpen- bzw. Junghundekurs zunehmend gesteigert werden.

Auf einem Blick

  • dein Welpe trifft auf Artgenossen
  • bestenfalls in ähnlicher Größe und Aktivitätsintensität
  • wird auf verschiedenste Umweltreize sozialisiert
  • Hundetrainer erklärt dir das Sozialverhalten von Hunde
  • zahlreiche Tipps für den Alltag mit deinem Welpen
  • Tipps für die Kommunikation zwischen dir und deinem Welpen
  • Tipps für die Kommunikation zwischen anderen Hunden und deinem Welpen
  • dein Welpe lernt von Anfang an auch unter Ablenkung Kommandos

Kleiner Exkurs zum Thema Sozialisierung

Nachdem ein Welpen geboren wurde, vernetzen sich alle Nervenzellen erst nach und nach mit anderen Nervenzellen. Die Verbindungsstellen, die Synapsen, erlauben den Transmittern, die nötigen Informationen von einer Nervenzelle zur anderen zu transportieren. Dies ist stark vereinfacht, aber trifft den Kern der Sache.

Transmitter, dass sind die Botenstoffe der Nerven. Diese werden im Gehirn gebildet und je mehr Reize der Welpe in den ersten Lebenswochen beim Züchter erfährt, desto mehr Botenstoffe werden produziert, Synapsen gebildet und Nervenzellen vernetzt. Wenn der Welpe aber nicht genügend Reizen ausgesetzt, dann wird die Produktion von Botenstoffen reduziert und somit verlangsamt sich auch die Nervenvernetzung. Ein Welpe mit weniger vernetzten Nervenzellen ist im Alter nicht so belastbar wie ein Welpe, der vielen verschiedenen Reizen ausgesetzt war. Diese Defizite können wirklich gravierend sein und führen zu motorischen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten.

Ein „gutes Nervenkostüm“ ist also ein Resultat einer guten Sozialisierung in den ersten 16 Lebenswochen.

Sozialisieren heißt nicht nur, dass der Welpe besonders viel zu sehen bekommt in den ersten Lebenswochen, sondern auch die Interaktion mit anderen Lebenswesen. Wenn ein Welpe nur seine Mutter und Geschwister kennen lernt, dann weiß er nicht wie er sich später im Umgang mit anderen Hunden verhalten soll. In der Prägephase lernt ein Welpe besonders viel, auch durch abgucken. Diese ersten Wochen bestimme später sein gesamtes Leben.

Auf einem Blick

  • ein gutes Nervenkostüm ist Resultat einer guten Sozialisierung
  • ein Welpe mit weniger vernetzten Nervenzellen ist im Alter nicht so belastbar
  • Nur durch Reize entwicklen sich die Synapsen eines Welpen richtig
  • motorischen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten können Auswirkungen von schlechter Sozialisation sein
  • lernt wie er sich später im Umgang mit anderen Hunden verhalten soll

Ab wann kann mein Welpe zur Welpenschule?

In der achten Lebenswoche ziehen Welpen durchschnittlich in ihr neues Zuhause. Nachdem er sich ein paar Tage eingewöhnen konnte und sich mit dir als neue Bezugspersonen vertraut machen konnte wird es Zeit für die Sozialisierung. Diese kann idealerweise in einem Welpenkurs erfolgen. Diese finden in der Regel wöchentlich statt. Bis zur 16. Lebenswoche befindet sich dein Welpe  in der „Prägungsphase“, die besonders wichtig für seinen Charakter als ausgewachsener Vierbeiner ist. Für Training hast du in dieser Zeit besonders fruchtbaren Boden. In der reinen Welpenschule kannst du meist  bis zum Alter von fünf Monaten gemeinsam mit anderen Welpen üben. Der Übergange vom Welpen zum erwachsenen Hund sollte dabei fließend und individuell erfolgen. Kleine Hunde werden schneller erwachsen als große Welpen.

Wenn deine Welpenschulen  an eine Hundeschulen angeschlossen ist, kann dein Welpe, sobald er älter wird, in einer anderen Gruppen der Hundeschule weitertrainieren. Bis dahin sollten dein Welpe allerdings mehrfach entwurmt und geimpft worden sein.

Auf einem Blick

  • ungefähr ab der elften Lebenswoche hat dein Welpe aller erforderlichen Impfungen erhalten und kann die Welpenschule besuche
  • vorher sollte er sich mit dir als neue Bezugspersonen vertraut machen können
  • bis zur 16. Lebenswoche befindet sich dein Welpe  in der „Prägungsphase“
  • in der reinen Welpenschule kannst du meist  bis zum Alter von fünf Monaten gemeinsam mit anderen Welpen üben
  • Übergang vom Welpen zum erwachsenen Hund sollte dabei fließend und individuell erfolgen

Woran erkenne ich eine gute Welpengruppe?

Bevor du dir einen Welpenkurs aussuchst, solltest du dich ausreichend über die Hundeschule und den -trainer informieren. Der Hundetrainer sollte eine entsprechende Ausbildung oder andere Qualifikationen nachweisen. Damit er auch wirklich für den Umgang mit Welpen befähigt ist. Der Hundeplatz sollte am besten umzäunt sein und für die Welpen verschiedene Reize wie z. B. Flatterbänder, Rampen, Tunnel und Spielzeug anbieten.

Ein Welpenkurs sollte aus nicht mehr als sechs Welpen bestehen. Diese sollten im  Alter und Größe aufeinander abgestimmt sein. Ein guter Hundetrainer beobachten stets das Spiel zwischen den Welpen, damit er schnell eingreifen kann, falls ein Hund „gemobbt“ wird.

Ein Welpenkurs sollte immer aus Training und Spiel bestehen, um die Prägephase bestmöglich auszunutzen. Eine reine Welpenspielgruppen ist  weniger sinnvoll. Zu langes Spielen mit anderen Welpen geht weit über die Belastungsgrenze eines Welpen hinaus.

Auf einem Blick

  • ausreichend über die Hundeschule und den -trainer informieren
  • der Hundeplatz sollte am besten umzäunt sein
  • ein Welpenkurs sollte aus nicht mehr als sechs Welpen bestehenEin guter Hundetrainer beobachten stets das Spiel zwischen den Welpen
  • falls ein Hund „gemobbt“ wird sollte der Trainer schnell eingreifen
  • ein Welpenkurs sollte immer aus Training und Spiel bestehen, um die Prägephase bestmöglich auszunutzen
  • zu langes Spielen mit anderen Welpen geht weit über die Belastungsgrenze eines Welpen hinaus.

Was kann mein Welpe in der Welpenschule lernen?

Die meist einmal wöchentlich stattfindenden Trainings, die in den meisten Fällen an eine Hundeschule angegliedert sind, können dir und deinen Welpen in vielerlei Hinsicht in der Erziehung und im Alltag weiter helfen. Dein Welpe lernt eine Menge auch von den anderen Welpen. Für dich als Neuhundebesitzer kann es ebenfalls ein Ort zum Lernen sein. Du kannst dich mit anderen Welpenbesitzern austauschen, Fragen stellen und deinen Horizont erweitern.  In einer Welpenschule steht das entspannte, gemeinsame Spielen mit anderen Welpen im Vordergrund. Ein großes Plus dieses gemeinsamen  Trainings ist die Sozialisation. So lernt dein Welpe fürs gesamte Leben und lernt wie er zukünftig mit anderen Hunden umzugehen hat.

Meist stehen bei dem spielerischen Lernen in der Welpenschule Grundkommandos wie „Hier“ als Abrufsignal oder „Nein“ als Abbruchsignal im Mittelpunkt. Die Übungseinheiten selbst sollten maximal zehn Minuten dauern, da dein Welpe länger nicht aufmerksam dabei sein kann.  . Dazwischen können immer wieder kurze Spiele auf dem Programm stehen. Hier sollte zwingend darauf geachtet werden, dass dein Welpe nicht überfordert wird. Lieber etwas kürzer trainieren und spielen lassen als zu lange. Sehr wichtig ist auch die  Halterschulung. Dein Hundetrainer sollte dir sein Training erläutern und Tipps für ein gutes Miteinander mit deinem Welpen geben. Auch wann man  beispielsweise beim Spielen eingreifen sollten, damit kein Hund gemobbt wird, und noch so vieles mehr.

Auf einem Blick

  • meist einmal wöchentlich stattfindenden Trainings in der Erziehung und im Alltag weiter helfen
  • ein Welpe lernt eine Menge auch von den anderen Welpen
  • du kannst dich mit anderen Welpenbesitzern austauschen
  • deinen Horizont erweitern
  • entspannte, gemeinsame Spielen mit anderen Welpen im Vordergrund
  • gemeinsamen  Trainings ist die Sozialisation
  • spielerischen Lernen in der Welpenschule Grundkommandos

Was zeichnet eine gute Welpenschule aus?

  • Reinschnuppern ist möglich: Ein kostenloses Vorgespräch und die Möglichkeit, auch ohne Ihren Vierbeiner, einmal bei einer Trainingseinheit zusehen zu dürfen, sollten selbstverständlich sein. Wie ist Atmosphäre in der Welpenschule? Findet ein wertschätzender und entspannter Umgang mit den Welpen statt oder hast du ein ungutes Gefühl. Hör auf dein Baugefühl und suche dann lieber noch weiter.
  • Know-how: Welche Ausbildung hat der Hundetrainer der Welpengruppe? Bildet er/sie sich regelmäßig fort? Es gibt auch tolle ehrenamtliche Trainer, die über viel Erfahrung verfügen. Ein offenes Ohr für Rückfragen und konstruktive Kritik sollte immer gegeben sein.
  • Zusammensetzung der Welpengruppe: Es sollten nicht zu viele Welpen auf einmal trainieren: Sechs pro Trainer sind für diesen gut überschaubar. Große und kleine Welpen sollten getrennt trainiert werden, da die großen Rassen ihre Kräfte oftmals noch nicht richtig einschätzen können. dies kann zu Antipathien eines kleinen Hundes gegen große führen.
  • Mensch-Tier-Beziehung: Wie ist die Auffassung hier? Soll mit oder ohne  Leckerlies trainiert werden? Passt die Mentalität zu deiner Vorstellung?
  • Motivation: Lob und Streicheleinheiten motivieren deinen Welpen ausreichen. Anschreien, dubiose „Hilfsmittel“ wie Stachelhalsbänder oder gar Gewalt sind vollkommen Fehl am Platz in der Hundeerziehung. Dies sollte für dich immer ein Grund sein diese sofort zu verlassen.
  • Hundeplatz:  Ein umzäunten Grundstück ist ideal für ein Welpentraining. Toll ist auch die Möglichkeit, deinen Welpen an Alltagsgegenstände zu gewöhnen: Flatterbänder oder Spieltunnel, eine Vogelscheuche oder andere spannende Gegenstände sind vorteilhaft für ein abwechslungsreiches Training.

Geht’s denn auch ohne Welpenschule?

Wenn du hundeerfahren bist ist ein Besuch einer Welpen- und später der Hundeschule kein Pflichtprogramm. Aber dein Welpe sollten unbedingt  gut sozialisiert werden und in seiner Jugend möglichst viele andere Hunde kennenlernen. Eine Welpenschule bietet dafür die idealen Gegebenheiten. Du kannst aber auch über eine private Welpenschule die gute Sozialisition erreichen. Eine Welpenschule bietet dir aber auch als erfahrender Hundehalter noch Informationen und auch wertvolle Kontakte.

Wenn du alleine nicht mehr weiter kommst und Hilfe benötigst im Umgang mit deinem Welpen kannst du dir in der Online Hundeschule Tipps und tricks holen. Hier können Informationen und Hilfestellung genau dann abgerufen werden, wann sie benötigt werden. Und auch in Hinblick auf die Kosten hat die Online Hundeschule viele Vorteile.

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