Welpe an Leine gewöhnen

Den Welpen an das Leine gehen gewöhnen | Foto: Grisha Bruev / bigstock.com

Für viele Hunde ein Grund zur großer Freude, aber für einige auch der Hassgegenstand Nr. 1. Damit dein Welpe später nur Gutes mit der Leine verknüpft haben wir dir hier eine Tipps und Tricks für die Gewöhnung an die Leine zusammengefasst.

Bevor es mit der Leine losgeht muss erst einmal eine Gewöhnung an das Halsband her

Ohne Halsband oder Geschirr lässt sich die Leine nirgendwo befestigen, daher ist die Gewöhnung an eines dieser beiden Gegenstände erst einmal das Wichtigste. Einige Züchter legen ihren Welpen bereits von klein auf an ein Halsband an (Auch um sie auseinander halten zu können). In diesem Fall hast du Glück und dein Welpe kennt bereits ein Halsband. Wichtig für den ersten Leinenkontakt ist Allerdings das dieses so breit wie möglich ist und sich auf keinen Fall ohne Stopp zusammen zieht. Würgehalsbänder, Stachelhalsbänder oder ähnliche gehören keinesfalls an einen Welpenhals.

Wenn du deinem Welpen das Halsband anlegst startest du direkt danach ein tolles Spiel oder kullerst ihm ein paar Leckerli, die er jagen und fressen darf. Danach beendest du das Spiel und nimmst das Halsband direkt wieder ab. Dieses Prozedere wiederholst du mindestens zehn Mal.

Denn das heißt für deinen Welpen, dass immer, wenn das Halsband kommt etwas Tolles passiert. Und immer, wenn das Halsband wieder ab ist, wird es langweilig und es gibt auch keine Leckerli. Sobald du merkst, dass dein Welpe sich gar nicht mehr für das Halsband interessiert, wenn du es ihm anlegst, seid ihr soweit für den nächsten Schritt.

Alternativ kannst du mit einem Geschirr genauso verfahren.

Auf einem Blick

  • Gewöhnung an das Halsband oder ein Geschirr ist der erste Schritt
  • das Halsband sollte so breit wie möglich sein und sich keinesfalls ohne Stopp zusammenziehen
  • verknüpfe das Halsband oder Geschirr mit etwas positivem
  • spiele mit deinem Welpen nach dem anlegen
  • lege das Halsband oder Geschirr anfangs nur wenige Minuten an und steigere langsam die Tragedauer

Das erste Anleinen

Bevor du überhaupt mit der ersten Übungsstunde beginnst, lässt du deinen Welpen erst einmal ausgiebig toben. Dann bereitest du ein Leckerlies vor, dass du deinem Welpen direkt nach dem anleinen gibst. So bleibt dein Welpe erst einmal bei dir, stürmt nicht sofort los und verbindet das Anleinen mit etwas Positivem.

Hier kannst du genauso wie mit dem Halsband vorgehen. Anleinen, Leckerlies, loben und freuen und dann wieder ableinen und Ruhe. So verknüpft dein Welpe das anleinen auch schnell mit Positivem.

Welpen sind alle unterschiedlich, daher kann es bei einem Welpen schneller als bei anderem gehen. Aber erst wenn dein Welpe sich über das anleinen freut solltest du weiter machen mit dem nächsten Schritt.

Auf einem Blick

  • die Leine sollte so leicht wie möglich sein
  • verknüpfe die Leine mit etwas positivem
  • spiele mit deinem Welpen nach dem anlegen der Leine
  • lege die Leine anfangs nur wenige Minuten an und steigere langsam die Tragedauer
Leinentraining mit dem Welpen ist wichtig
Leinentraining mit dem Welpen ist wichtig| Foto: chalabala / bigstock.com

Das allererste Mal an der Leine gehen

Pass dich zunächst dem Tempo deines Welpen an, sodass die Leine locker durchhängt beim Laufen. Sprich mit deinem Welpen, damit er sich auf dich konzentriert.  Gehe in reizarmen Umgebung nur wenige Schritte mit ihm und lobe ihn überschwänglich. Danach leinst du ihn wieder ab und spielst nicht mit ihm. Er soll das Gehen an der Leine als etwas Tolles erleben und die Zeit ohne Leine als Langweilig für ihn. So verfährst du einige Male und kannst die Dauer nach und nach Steigern. Wenn es in reizarmer Umgebung gut funktioniert dann wird es langsam Zeit für einen kleinen Spaziergang draussen. Verfahre hier genauso wie am Anfang.

Auf einem Blick

  • pass dich dem Temp deines Welpen an damit die Leine locker durchhängt
  • gehe in reizarmer Umgebung die ersten Male spazieren
  • verknüpfe das an der Leine gehen. mit etwas tollem (Leckerlies, loben, streicheln)
  • steigere langsam die Dauer, die dein Welpe an der Leine geht

Was tun, wenn dein Welpe sich nicht bewegen will an der Leine?

Es gibt Welpen, die es unmöglich finden, sich mit einer Leine zu bewegen. Sie wollen einfach keinen Schritt laufen. Aber wie kann man so einen Welpen an die doch notwendige Leine gewöhnen?

Starte auch hier im Haus oder Garten. Am besten mit einer sehr leichte Leine ohne alles, also keine Ringe, Schlaufen, Karabiner, etc..Diese befestigst du nun einfach am Halsband oder Geschirr deines Welpen und lässt sie dann fallen.

Wie auch schon zuvor beim Halsband fängst du ein Spiel an oder kullerst Leckerlies zum Fangen. Mach das solange bis dein Welpe die Leine anfängt zu vergessen. Erst wenn er sich mit der Leine fröhlich und selbstverständlich bewegt, nimmst du sie in die Hand. Sobald du sie in die Hand genommen hast, lobe deinen Welpen freundlich und belohne ihn mit Leckerlies.

Nun gehst du einen Schritt. Wenn dein Welpe mitkommt, dann lobst du ihn und freust dich. Wenn er nicht direkt mitkommt wartest du ersteinmal ab. Wenn er nach kurzer Zeit immer noch nicht folgen möchte gehst du so weit weg wie die Leine lang ist (aber die Leine darf nicht auf Zug sein). Nun wartest du wieder. Du schaust deinen Welpen weder an, noch spricht du ihn an. Sobald ihm langweilig wird wird er dir folgen. Sobald er bei dir ist lobst du ihn ausgiebig.

Wiederhole diese Übung solange bis dein Welpe dir mit Leine folgt.

Auf einem Blick

  • einige Welpen wollen einfach keinen Schritt an der Leine laufen
  • nutze dann eine besonders leichte Leine ohne alles, also keine Ringe, Schlaufen, Karabiner
  • mach die Leine ans Halsband und lasse sie dann fallen
  • spiele solange bis deinem Welpen bis er die Leine anfängt zu vergessen
  • erst wenn er sich fröhlich und selbstverständlich mit der Leine bewegt nimmst du sie wieder in die Hand
  • wenn dein Welpe nun mitkommt, dann lobst du ihn und freust dich
  • wenn nicht gehts du so weit weg wie die Leine lang ist und ignorierst ihn
  • sobald deinem Welpen  langweilig wird wird er dir folgen
  • wichtig ist dann wieder überschwängliches loben

Was tun, wenn dein Welpe los stürmt?

Wenn dein Welpe los stürmt gibst du ihm ein kurzes Zeichen (entweder seinen Namen oder „Guck her“ rufen), um seine Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Dann drehst du dich um und gehen in die andere Richtung. Am Anfang wird er wieder vorstürmen wollen, aber diesem Drängen gibst du nicht nach, sondern wiederholst entspannt und ruhig den beschriebenen Vorgang einige Male. Sobald dein Welpe dir folgt lobst du ihn ausgiebig.

Junger Welpe beißt in die Welpenleine
Junger Welpe beißt in die Welpenleine | Foto: Kurashova / bigstock.com

Welpe beißt in die Leine

Für viele Welpen ist das ein schönes Spiel. Er hat gelernt, dass du tolle Zerrspiele mit ihm machst. Er denkt also, wenn er in die Leine beißt bekommt er ebenfalls ein Leckerlies oder aber du spielst mit ihm.

Übe dieses Leinentraining an einem Ort an dem du keine Leine bräuchtest. Belohne anfangs wirklich jeden Schritt an der Leine ohne das dein Welpe reinbeißt. Solltest du einmal zu langsam sein und dein Welpe beißt doch rein, lass einfach die Leine fallen und geh weg. Lass ihn mit seiner Leine einfach da stehen. So hat er keinen Spass an diesem Zerrspiel.

Wenn dein Welpe dann wieder zu dir kommt, nimmst du die Leine wieder auf und startest von vorne. Sobald es es gut klappt, belohnst du immer seltener, bis es irgendwann ganz normal ist, dass dein Welpe an der Leine läuft ohne reinzubeißen.

Es kann sein, dass es am Anfang ein bisschen mehr Zeit braucht, um deinen Welpen an die Leine zu gewöhnen. Aber je öfter du ihn belohnst, um so besser gefällt deinem Welpen später das Laufen an der Leine.

Auf einem Blick

  • dein Welpe hat gelernt, dass Zerrspiele mit dir Spass machen
  • übe das Leinentraining mit Welpen, die in die Leine beißen, an einem Ort an dem du keine Leine bräuchtest
  • belohne anfangs wirklich jeden Schritt an der Leine ohne das dein Welpe reinbeißt
  • beißt er doch rein, lass einfach die Leine fallen und geh weg
  • sobald es es gut klappt, belohnst du immer seltener

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