Welpe beißt – das kannst du dagegen unternehmen!

Welpe beißt Frauchen in die Hand
Welpe beißt Frauchen in die Hand | Foto: LuboIvanko / bigstock.com

Dieses Problem ist bekannt und weit verbreitet. Grundsätzlich, gehört das Beißen zum Spieltrieb mit Lerneffekt beim Welpen. Wenn der Welpe beißt, leidest du als Halter von zerkratzten Armen und Händen. Bereits direkt nach der Geburt üben Welpen mit ihren Geschwistern den Einsatz der scharfen Zähne. Doch untereinander lernen Welpen auch die sogenannte Beißhemmung. Hierbei kommt es darauf an, dass Welpen erkennen, wann der Spieltrieb zu Verletzungen führen kann.

Wenn der Welpe beißt, dann verletzt er dich in der Regel nicht absichtlich. Durch das Fell der Hunde, werden Verletzungen meistens vermieden. Doch die menschliche Haut, ist weitaus empfindlicher und vor allem ungeschützt. Schnell entstehen Kratzer oder sogar blutende Wunden. Besonders wenn kleine Kinder mit dem Welpen spielen und der Welpe beißt, birgt dies ein Risiko.

Welpe beißt – dies beginnt bereits nach dem Wurf mit den Geschwistern!

Welpen beißen nicht ohne Grund. Der Spieltrieb begünstigt den Jagdinstinkt. Doch es muss beim Spiel bleiben. Bereits kurz nach dem Wurf stellen viele Züchter fest, dass die Welpen mit allen Regeln der Kunst Ihren Geschwistern zusetzen. Doch nur spielerisch, weil es sich um keine ernsthaften Konkurrenzkämpfe handelt. Weil Hundewelpen eben immer noch Tiere mit Instinkten und einem natürlichen Trieb sind, lernen diese durch Beißen den zukünftigen Umgang mit Rivalen und dem Beutetieren.

Doch auch unter Geschwistern, besteht eine gewisse Grenze. Entweder durch lautes Quietschen oder andere Geräusche, lernen die Welpen kennen, wann die magische Grenze erreicht ist. Die Beißhemmung ist ein enorm wichtiger Faktor, wenn es darum geht den Welpen zu erziehen und an den Menschen zu gewöhnen. Spiele mit dem Welpen und zeige ihm klar die eigenen Grenzen auf!

Im Überblick

  • beißen ist ein natürlicher Instinkt für deine Welpen
  • Welpen spielen und beißen sich gegenseitig
  • Beißhemmung wird spielerisch erlernt
  • durch Quietschen und Beenden des Spiels zeigen die Welpengeschwister das zu fest zugebissen wurde
  • die Beißhemmung muss weiter gefördert werden durch den neuen Besitzer

Welpen müssen lernen ihre „Waffe“ kontrollieren – die kleinen, aber sehr scharfen Zähne!

Ungefähr ab dem Alter von 6 Wochen verfügen Welpen bereits über 28 Zähne. Diese sind recht spitz und können bereits zu Verletzungen führen. Durch den Umgang mit den Geschwistern nach der Geburt sollten Welpen schon ansatzweise gelernt haben, ihre „Waffen“ sensibel einzusetzen. Leider wird aus Spiel nur zu oft „blutiger“ Ernst. Bringe deinem Welpen die Beißhemmung bei! Nur so lernt das Tier seine Zähne nicht gegen Menschen ernsthaft einzusetzen.

Thema Ernsthaftigkeit: Wenn der Welpe beißt, dann oft nicht kontrolliert. Kein Welpe wird dir mit purer Absicht Verletzungen zufügen. Du musst zwar konsequent, aber auch nachdrücklich reagieren. Oftmals kursiert der Irrglaube, dass die Beißhemmung bereits angeboren ist. Das kann ein großer Fehler sein, wenn bereits zu spät ist. Trainiere deinen Welpen und gewöhne ihm einen angemessenen Einsatz seiner Zähne an!

Kleiner Welpe beißt in den Finger
Kleiner Welpe beißt in den Finger | Foto: Sushytska/ bigstock.com

Training zur Beißhemmung, wenn dein Welpe ernsthaft beißt!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten warum der Welpe beißt. Entweder aus purer Angst oder Schreck (Beispiel: auf den Schwanz getreten) oder weil er einfach nicht gelernt hat, dass es Konsequenzen gibt. Demnach solltest du ein kleines Training durchführen. Beim Wurf von Welpen, beißen sich die Geschwister gegenseitig im Spiel. Sobald der Schmerz zu groß wird, verlässt das Opfer das Spiel oder macht sich durch Geräusche darauf aufmerksam, dass eine Grenze überschritten wurde.

Genauso agierst du jetzt auch. Dein Welpe beißt, dann schrecke ruckartig auf und gebe ein lautes Geräusch von dir. Beispielsweise ein lautes Quietschen, was dem Quietschen der Welpen nachempfunden ist. Bleibe konsequent. Teile dem Welpen immer mit, wenn dir der Einsatz seiner spitzen Zähnchen unangenehm wird. Nur so lernt dieser seine Beißhemmung. Der gravierende Unterschied zwischen einem ausgewachsenen Hund mit oder ohne Beißhemmung ist die Tatsache, ob dieser später nur droht und schnappt, oder tatsächlich zubeißt.

Im Überblick

  • die Beißhemmung ist nicht angeboren, sondern erlernt
  • dein Welpe muss lernen wann er zu weit geht
  • bringe deinem Welpen bei ab wann er zu fest zu beißt
  • ahme das Verhalten eines seiner Geschwister nach
  • gebe ein lautes Quietschen von dir, wenn dein Welpe zu fest zu beißt
  • beende das Spiel, wenn dein Welpe zu fest zubeißt
  • sei konsequent, aber ohne jegliche Gewalt

So übst du Zuhause die Beißhemmung von Welpen!

Wenn dich beim Spiel der Welpe beißt und du kaum darauf reagierst, gibt es keine Lerneffekt. Schlage den Hund nicht. Aber du kannst den Welpen natürlich auf die Seite schubsen. Oder du schreist recht laut „Aua!“. In jedem Fall musst du sofort und mit aller Konsequenz reagieren. Ohne eine optischen, körperlichen oder akustischen Reiz, kann der Welpe einfach nicht lernen, wann er zu weit geht. Dabei geht es nicht nur um das reine Zubeißen. Auch Knabbern an der Haut und dergleichen, muss zwingend unterbunden werden.

Nach deiner Reaktion, wenn dein Welpe beißt, bestrafst du diesen für mindestens 30 Sekunden mit purer Ignoranz. Keine Streicheleinheiten und keine Aufmerksamkeit. Auch das Spiel, sollte mit sofortiger Wirkung unterbrochen werden! Wenn sich dieser Vorgang wiederholt, verlasse den Raum und lasse den Welpen zurück. Nur mit stetiger Konsequenz, prägt sich dein Welpe im Laufe der Zeit gewisse Verhaltensmuster ein.

Wichtig ist die Tatsache, dass Schimpfen oder gar Schlagen, völlig unwirksame Methoden sind. Erstens versteht der Welpe die Sprache nicht und zudem ist Gewalt niemals eine Lösung zur Erziehung von Welpen. Auch nicht, wenn der Welpe beißt. Selbstverständlich sollst du mit deinem Welpen spielen. Dennoch niemals zu übertrieben. Spätestens wenn du den Welpen spielerisch zu sehr provozierst – gar bei Aggressionen belobigst -, versteht er den Sinn der erzieherischen Maßnahmen nicht mehr.

Im Überblick

  • gib deinem Welpen einen optischen, körperlichen oder akustischen Reiz, wenn er zu fest zu beißt
  • unterbinde auch knabbern an deiner Haut
  • wenn dein Welpe zu fest beißt ignoriere ihn für eine kurze Zeit
  • trainiere konsequent und beständig die Beißhemmung
  • schlage deine Welpen niemals
  • lobe und bestärke deinen Welpen niemals bei Aggression. Auch nicht im Spiel

Welpe beißt in den Schuh
Welpe beißt in den Schuh | Foto: DmitryPron / bigstock.com

Das solltest du tunlichst unterlassen – auch wenn der Welpe beißt!

Leider versuchen fast alle Hundehalter, sich mit den Tieren zu „unterhalten“. Das bringt aber nichts, weil Welpen nur Lauten und Tonlagen unterscheiden. Ist deine Stimme ruhig und freundlich, dann empfindet das der Welpe auch so. Genau darum musst du dich auch akustisch bemerkbar machen, wenn der Welpe beißt. Unterlasse Sachen wie einen Nackengriff oder Schnauzengriff. Gewalt gegenüber dem Hund, kann nachhaltige Auswirkungen haben. Nur durch deine pure Schreckreaktion und lautes „AUA“, erkennt das Tier ganz genau, dass es zu weit gegangen ist.

Also schlage den Hund nicht und versuche ihn niemals durch körperliche Gewalt in den Griff zu bekommen. Das kann schnell nach hinten losgehen und sogar den gegenteiligen Effekt zur Folge haben. Zudem sind zu derbe Spiele ebenfalls nicht förderlich für die Welpenerziehung wenn der Welpe beißt. Nur Ignoranz und Liebesentzug im Ernstfall, prägt sich in das sensible Gedächtnis ein.  Nochmals zur Erinnerung: keine Gewalt, kein Schlagen und kein Anschreien!

Im Überblick

  • ausdiskutieren funktioniert mit einem Welpen nicht
  • wende keine Gewalt an (Nackengriff, Schnauzengriff, Schläge)
  • nutze akustische Reize, wie ein lautes Aua oder ein Quietschen, um deinem Welpen zu zeigen, dass er zu weit gegangen ist

Beißhemmung trainieren zum Wohle der Familienmitglieder

Keine Angst, Welpen sind nicht gefährlich und beißen nicht ständig und ohne Grund. Dennoch, spätestens wenn Kinder im Haushalt leben, ist die Erziehung extrem wichtig. Welpen beißen grundsätzlich sehr gerne an allen möglichen Gegenständen. Von den Möbeln über den Teppich. Sobald du eigene Kinder hast, dann lass diese niemals mit dem Welpen ohne Aufsicht spielen! Das ist enorm wichtig! Hundewelpen sind immer noch Tiere mit tierischen Instinkten.

Warum ist die Kontrolle über die Welpen so wichtig? Etwa mit vier Monaten, werden die „Milchzähne“ durch die richtigen Zähne des Hundes ersetzt. Wenn dann die Beißhemmung nicht ausgeprägt genug ist, werden aus kleinen Kratzern schnell richtige Bisswunden. Demnach solltest du ein Hauptaugenmerk darauf legen, dass die scharfen Zähne nicht unkontrolliert zum Einsatz kommen und dich verletzen.

Wenn wirklich nichts hilft, dann muss du zu einem professionellen Hundetrainer. Sicherheit geht immer noch vor. Aber in den wirklich allermeisten Fällen, klappt die Hundeerziehung ohne größere Probleme. Wenn der Welpe beißt, dann bekommst du mit wenigen erzieherischen Maßnahmen dieses Thema schnell in den Griff.

Im Überblick

  • spielerisches Beißen von Welpen ist noch nicht gefährlich
  • eine fehlende Beißhemmung ist für die Zukunft sehr gefährlich
  • ab dem vierten Monat beginnen Welpen ihre Milchzähne nach und nach zu verlieren
  • die „echten“ Zähne verursachen schnell echte Verletzungen und nicht nur Kratzer

Was unternehmen, wenn trotz Erziehung der Welpe beißt?

Dann helfen oftmals nur noch außergewöhnliche Mittel. Sehr oft begreifen Welpen den Ernst der Lage, wenn du laut „AUA“ schreist und das Spiel abbricht. Zumindest nach wenigen Malen. Allerdings nicht immer. Setze den Hund in eine Transportbox und bestrafe ihn dadurch. Einige Minuten sollten genügen. Je öfter dieses Spiel wiederholt wird (wenn der Welpe beißt), umso mehr prägt sich das Tier diese rabiate Konsequenz ein.

Zur Not stellst du eindeutig klar, wer der „Rudelführer“ im Haushalt ist. Und zwar du als Hundehalter. Mache Drohgebärden, aber ohne Anwendung von Gewalt. Tu doch einfach so, als ob du zuschnappen würdest. Erschrecke ruhig den Welpen und mache klar, wer der Chef ist. Oder du drückst den Hund nach dem Beißen kurz (nicht zu stark) auf den Boden und lässt aber gleich wieder los. Derartige Methoden zeigen schnell Wirkung. Wichtig ist immer, dass du keine unmittelbare Gewalt auswirkst. Der Welpe soll dich respektieren und nicht fürchten.

Im Überblick

Junger Welpe beißt in die Welpenleine
Junger Welpe beißt in die Welpenleine | Foto: Kurashova / bigstock.com

Alternative: Spielzeug, wenn der Welpe beißt

Hunde haben einen Charakter. Vielleicht gehört dein Welpe zur Kategorie, die einfach zu gerne spielerisch beißen. Kaufe doch einfach ein Hundespielzeug bzw. Welpenspielzeug. Hierbei eignet sich ein stabiles Spielzeug. Bitte keine Kleinteile verwenden, weil sonst die Gefahr der Erstickung droht. Ein gutes Beispiel für ein gutes Hundespielzeug, ist ein Gummiknochen. Oder du verwendest Produkte wie Büffelknochen mit echter Haut. Spielzeuge gibt es viele und dein Welpe wird sich freuen. Bevor der Welpe beißt, soll er doch seine spitzen Zähne an einem Spielzeug ausprobieren.

Weiterhin musst du genau überlegen, mit welchem Spielzeug dein Welpe spielen darf. Angenommen, du machst eines der beliebten Spiele, wo du mit dem Welpen um eine Gegenstand ringst (wie ein Handtuch). Doch du darfst dich dann nicht wundern, wenn er zwischen dem Handtuch (zum Zerren) und der Tischdecke dann nicht mehr unterscheidet. Bevor demnächst der Kaffeetisch abgeräumt wird, solltest du echtes Spielzeug für Hunde kaufen und nicht die alltäglichen Gebrauchsgegenstände aus dem Haushalt nutzen.

Im Überblick

  • nutze Spielzeuge, um deinem Welpen die Möglichkeit zu geben auf etwas herum zu beißen
  • sei achtsam im Umgang mit Spielzeugen, damit diese nicht verschluckt werden
  • überlege dir gut mit welchen Dingen dein Welpe spielen darf
  • verwende bei Problemen mit der Beißhemmung keine quietschenden Spielzeuge

Weitere Tipps zum Thema „Welpe beißt“

Du musst in jedem Fall immer die nötige Portion Konsequenz zeigen. Egal ob der Welpe beißt, an Möbelstücken kaut oder sonstige Haushaltsgegenstände als Spielzeug benutzt. Gewalt ist keine Lösung, Ignoranz und Bestrafung schon. Nur wenn du früh genug mit der Erziehung beginnst, dann entwickelt sich der Charakter des Welpen positiv. Probiere es einfach so, wie es in der Natur bei Artgenossen vorgesehen ist. Welpen und ihre Geschwister, zeigen durch Laute, dass der Schmerz einfach zu groß ist.

Genauso reagierst du, wenn der Welpe beißt. Sobald du dieses Thema durchgehen lässt und dich nicht weiter darum kümmerst, erziehst du eine potentielle Gefahrenquelle für die ganze Familie! Du allein bist der „Rudelführer“. Niemals darf der Welpe die „Herrschaft“ übernehmen. Also kümmere dich um das Tier und nimm dir auch genügend Zeit dafür. Hunde sind ein Begleiter für das ganze Leben. Sie können unter Berücksichtigung einer guten Pflege und ohne schwere Krankheiten älter als 16 Jahre werden.

Demnach ist es umso wichtiger, dass wenn der Welpe beißt, du sofort mit Gegenmaßnahmen beginnst!

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