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Puggle Welpen

Christoph MeyerErnährungsberater für Hunde & Katzen

Puggle Welpen
Puggle Welpe liegt unter seiner Kuscheldecke

Puggle Welpen – Mops trifft Beagle

Der Puggle ist eine Kreuzung aus Mops und Beagle. Er entstand in den 1990er Jahren in den USA und gehört zu den sogenannten Designerhunden – Kreuzungen zweier Rassen, die gezielt gezüchtet und unter eigenem Namen verkauft werden.

Der Puggle ist keine anerkannte Rasse. Es gibt keinen Standard, kein Zuchtbuch und keine verbindlichen Gesundheitsvorgaben. Das ist der wichtigste Satz dieses Beitrags, und alles Weitere folgt daraus.

Die Idee hinter der Kreuzung war allerdings vernünftig: Der längere Fang des Beagles sollte dem Mops die Atemprobleme nehmen. Ob das im Einzelfall gelingt, ist die Frage, um die es hier geht.

UrsprungslandUSA
Größe25 bis 38 cm
Gewicht7 bis 20 kg
Alter10 bis 15 Jahre
Fellkurz und glatt
Farbefalbfarben, schwarz, gescheckt – alles möglich
VerwendungFamilien- und Begleithund
Klassifikation F.C.I.nicht anerkannt – Kreuzung, keine Rasse

Die Nasenlänge ist eine Lotterie

Beim Mops ist die extrem verkürzte Schädelform das zentrale Gesundheitsproblem. Nasengänge, Gaumensegel und Kehlkopf haben weniger Platz, als sie bräuchten – das Ergebnis heißt BOAS, brachyzephales obstruktives Atemwegssyndrom, und bedeutet dauerhaft zu wenig Luft.

Die Kreuzung mit dem Beagle verlängert den Fang im Durchschnitt. Im Durchschnitt heißt aber nicht bei jedem Welpen. In einem Wurf können Hunde mit deutlichem Nasenrücken fallen und solche, die dem Mops sehr nahekommen – und Letztere haben dieselben Probleme wie ein Mops.

Was du daraus machst:

Und wenn die Atmung eingeschränkt bleibt, gelten dieselben Regeln wie beim Mops: Geschirr statt Halsband, keine Belastung bei Hitze, Spaziergänge in den kühlen Tagesstunden, und niemals allein im Auto.

Auf einem Blick

Puggle an der Leine
Die Nasenlänge schwankt innerhalb eines Wurfs – sie ist das wichtigste Kaufkriterium.

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Was beide Elternrassen mitbringen

Manches ist beim Puggle gut vorhersagbar, weil Mops und Beagle es teilen.

Der Appetit. Beide Rassen fressen gern und viel. Übergewicht ist beim Puggle die naheliegendste Fehlentwicklung – und bei einem Hund, dessen Atmung ohnehin eingeschränkt sein kann, wirkt sich jedes Kilo unmittelbar aus. Wiege das Futter ab, zieh Leckerli von der Tagesration ab, kontrolliere die Rippen. Mehr dazu im Beitrag zur Futtermenge für Welpen.

Die Freundlichkeit. Mops und Beagle sind beide menschenbezogen, verträglich und wenig aggressiv. Der Puggle ist entsprechend ein umgänglicher Familienhund.

Die Ohren. Beide Elternrassen haben Hängeohren. Wöchentliche Kontrolle gehört zur Routine – Rötung, Geruch oder dunkles Sekret gehören zum Tierarzt.

Das Bleibenwollen. Beide bleiben ungern allein. Das Alleinbleiben gehört früh geübt.

Womit du bei der Vorsorge rechnen solltest, steht unter Tierarztkosten.

Was der Beagle-Anteil mitbringt

Hier liegt die Überraschung für viele Käufer, die einen bequemen Begleithund erwarten.

Die Nase. Der Beagle ist ein Meutehund, der über die Nase arbeitet. Kommt dieser Anteil durch, folgt der Puggle Spuren – und ist dabei schwer ansprechbar. Der Rückruf kann entsprechend zur Baustelle werden.

Die Stimme. Beagles melden laut und ausdauernd. Ein Puggle kann deutlich lauter sein, als man einem 12-Kilo-Hund zutraut.

Der Bewegungsbedarf. Ein Mops kommt mit drei kurzen Runden aus, ein Beagle braucht zwei Stunden. Ein Puggle liegt irgendwo dazwischen – und du weißt vorher nicht, wo. Plane nach oben, nicht nach unten.

Die gute Nachricht: Nasenarbeit ist für diesen Hund eine ideale Beschäftigung. Sie lastet den Beagle-Anteil aus, ohne die Atmung zu belasten – anders als Laufen.

Puggle Welpe im Hundebett
Zwei umgängliche Elternrassen: Der Puggle ist in der Regel ein freundlicher Familienhund.

Der Charakter & das Wesen von Puggle Welpen

Die meisten Puggles sind fröhlich, verschmust, verträglich und kinderlieb – die freundlichen Anteile beider Elternrassen setzen sich in der Regel durch. Als Wachhund taugt er nicht; er begrüßt jeden.

Er ist verspielter und aktiver als ein Mops und anhänglicher als ein Beagle. Für viele Familien ist genau diese Mischung der Reiz.

In der Erziehung ist er über Futter hervorragend zu motivieren – rechne die Menge ab. Und er kann terrierhaft beharrlich sein, wenn der Beagle-Anteil durchkommt: klare, einmalige Ansagen statt Wiederholung.

Puggle Junghund streckt die Zunge heraus
Verspielter als ein Mops, anhänglicher als ein Beagle – für viele Familien genau die Mischung.

Puggle FAQ

Ist der Puggle eine anerkannte Rasse?

Nein. Er ist eine Kreuzung aus Mops und Beagle ohne Standard und ohne Zuchtbuch.

Ist er gesünder als ein Mops?

Im Durchschnitt hat er einen längeren Fang und damit bessere Atmung. Garantiert ist das nicht – innerhalb eines Wurfs schwankt es erheblich. Sieh dir den Welpen und beide Elterntiere an.

Wie viel Bewegung braucht er?

Das hängt davon ab, welcher Anteil durchkommt. Plane vorsichtshalber wie für einen Beagle: rund zwei Stunden täglich, mit Nasenarbeit als Schwerpunkt.

Bellt er viel?

Möglich. Der Beagle-Anteil bringt eine laute, ausdauernde Stimme mit.

Was kostet ein Puggle?

Oft so viel wie ein Rassewelpe aus geprüfter Zucht – ohne die dazugehörigen Gesundheitsbefunde. Das ist der Punkt, an dem sich genaues Hinsehen lohnt.

Zusammenfassung

Der Puggle ist in den meisten Fällen ein freundlicher, verspielter und umgänglicher Familienhund – die beiden Elternrassen bringen dafür gute Voraussetzungen mit.

Die Unbekannten sind die Nasenlänge und der Bewegungsbedarf. Weil es keine Zuchtaufsicht gibt, entscheidet allein dein Blick auf den einzelnen Welpen und seine Eltern: erkennbarer Nasenrücken, ruhige Atmung, sichtbare Elterntiere, vorgelegte Befunde. Wer das findet, bekommt einen guten Hund. Wer es nicht findet, sollte weitersuchen.