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Mittelschnauzer Welpen

Christoph MeyerErnährungsberater für Hunde & Katzen

Mittelschnauzer Welpen – das Original zwischen Zwerg und Riese

Von den drei Schnauzergrößen ist der Mittelschnauzer die Urform. Der Riesenschnauzer und der Zwergschnauzer wurden erst später aus ihm gezüchtet – durch Einkreuzung größerer beziehungsweise kleinerer Rassen.

Er war Stallhund und Rattenfänger in Süddeutschland, später Wach- und Begleithund. Daraus stammt alles, was ihn ausmacht: Wachsamkeit, Robustheit und ein sehr eigener Kopf.

UrsprungslandDeutschland
Schulterhöhe45 bis 50 cm
Gewicht14 bis 20 kg
Alter12 bis 15 Jahre
Felldrahtig, harte Deckhaare, dichte Unterwolle
FarbenPfeffersalz oder schwarz

Der Charakter & das Wesen von Mittelschnauzer Welpen

Selbstbewusst, wachsam, unerschrocken – und mit Humor. Ein Schnauzer nimmt Aufgaben ernst, aber er hat auch eine ausgesprochen verspielte Seite, die ihm bis ins Alter erhalten bleibt.

Er meldet. Das ist rassetypisch und war jahrhundertelang erwünscht. Man kann ihm beibringen, wann Schluss ist, aber man wird aus ihm keinen stillen Hund machen. Wie man daran arbeitet, steht unter Welpe bellt.

Gegenüber Fremden ist er zurückhaltend bis abwartend, gegenüber seiner Familie anhänglich. Mit anderen Hunden kommt er zurecht, wenn er früh gelernt hat, wie – Rüden können untereinander deutlich sein.

Beim Training braucht er eine klare Linie. Er testet Grenzen, und wer sie einmal aufgibt, verhandelt sie ab da täglich neu. Härte dagegen macht ihn stur.

Auf einem Blick

Die Pflege und Haltung eines Mittelschnauzer Welpen

Das drahtige Fell haart kaum – dafür muss es getrimmt werden. Zwei- bis dreimal jährlich werden die abgestorbenen Deckhaare von Hand ausgezupft. Wird stattdessen geschoren, verliert das Fell mit der Zeit Struktur und Farbe.

Trimmen lässt man entweder lernen oder machen; beides kostet Zeit oder Geld. Wer das nicht einplant, hat nach zwei Jahren einen Hund mit weichem, stumpfem Fell.

Der Bart braucht tägliche Aufmerksamkeit – er sammelt Futter und Wasser und riecht sonst schnell.

Bewegung: ein bis zwei Stunden täglich, dazu Kopfarbeit. Ein unterforderter Schnauzer sucht sich Aufgaben, und die gefallen selten.

Anfälligkeiten & häufige Krankheiten bei dieser Hunderasse

Der Mittelschnauzer gilt als robuste Rasse mit überdurchschnittlicher Lebenserwartung. Vorkommen können:

Das ist im Rassevergleich wenig. Ein Züchter mit HD- und Augenbefunden der Elterntiere liefert das Nötige.

Und wie ist es mit der Familientauglichkeit und Kindern?

Gut geeignet für Familien mit Kindern, die im Umgang schon sicher sind. Er ist robust, verspielt und ausdauernd – ein guter Kamerad für Kinder, die draußen unterwegs sind.

Für Haushalte mit Kleinkindern ist er lebhafter als nötig. Und weil er meldet, braucht es früh Regeln, damit nicht jedes Klingeln zum Konzert wird.

Mittelschnauzer FAQ

Haart ein Schnauzer?

Kaum. Das Deckhaar fällt nicht aus, es stirbt ab und muss ausgezupft werden. Deshalb das Trimmen.

Ist er ein Allergikerhund?

Er haart wenig, das ist aber nicht dasselbe wie allergikerfreundlich. Allergien richten sich meist gegen Hautschuppen und Speichel, und die hat er wie jeder Hund.

Welche Schnauzergröße passt zu mir?

Der Zwergschnauzer ist der lebhafteste und lauteste, der Riesenschnauzer braucht am meisten Arbeit, der Mittelschnauzer liegt dazwischen – das ist oft der brauchbare Kompromiss.

Wie oft muss er getrimmt werden?

Zwei- bis dreimal im Jahr, je nach Fellwachstum.

Zusammenfassung

Der Mittelschnauzer ist die Urform der Schnauzer: robust, wachsam, langlebig und mit eigenem Kopf. Er haart kaum, braucht dafür aber regelmäßiges Trimmen. Er meldet – das gehört zur Rasse und lässt sich begrenzen, nicht abstellen. Gesundheitlich gehört er zu den unauffälligeren Rassen mit einer Lebenserwartung von zwölf bis fünfzehn Jahren. Wer klare Regeln setzt und ihm Aufgaben gibt, bekommt einen unkomplizierten, humorvollen Begleiter.