Welpen verstehen

Toypudel Welpe beim Spielen
Toypudel Welpe beim Spielen | Foto: Milkos / bigstock.com

Deinen Welpen verstehen können. Das ist sicher für dich einer der wichtigsten Punkte bei deiner Vorbereitung auf deinen neuen Mitbewohner. Denn wenn man einander versteht erleichtert das das zusammenleben ja doch erheblich.

Ein Grundverständnis für die Psychologie von Hunden wird dir helfen, glücklich und harmonisch mit deinem Welpen zusammenzuleben. Dafür musst du kein Experte werden – schon ein wenig Wissen wird dir viel nützen. Wenn dieses Wissen dann aus irgendwelchen Gründen nicht mehr ausreicht ist es sinnvoll einen Hundetrainer hinzuziehen.

Die Körpersprache eines Welpen kennenlernen

Hunde kommunizieren von Anfang an durch Körpersprache miteinander. Dazu gehören der Gesichtsausdruck, die Körperhaltung, Geräusche und Gerüche. Hunde benutzen Maul, Augen, Ohren und Schwanz, um Gefühle auszudrücken.

Dass sie in der Lage sind auch mit Menschen gut zu kommunizieren, erklärt, warum Hunde so beliebte Haustiere und Wegbegleiter sind. Dein Welpe wird dich als Teil seines Rudels wahrnehmen und deshalb sehr schnell lernen, deine Stimmungen und Absichten zu erkennen.

Im Gegenzug ist es wichtig, dass du lernst, seine Körpersprache richtig zu deuten.

Dein Welpe macht sich besonders groß

Wenn sich dein Welpe mutig fühlt oder aggressiv ist, wird er sich größer machen und Ohren und Schwanz aufstellen. Er wird  seine Brust vorstrecken und Nacken- und Rückenhaare aufstellen. Gut möglich, dass er knurrt und langsam mit dem Schwanz wedelt.

Dein Welpe macht sich besonders klein

Ein unterwürfiger Hund versucht, sich kleiner zu machen und wie ein Welpe (in unserem Fall ist er es ja auch noch) zu erscheinen. Der Grund hierfür ist, dass ein erwachsener Hund einen Welpen zwar zurechtweist, aber nicht angreift. Dein Welpe unterwirft sich indem er sich nah am Boden seitlich zusammenkauern, den Schwanz niedrig hält und ganz langsam wedelt. Vielleicht versucht er, dem dominierenden Hund oder dem Menschen das Gesicht zu lecken. Oder er legt sich komplett auf den Rücken.

Kauknochen für den Welpen | Foto: manushot / bigstock.com

Das Schwanzwedeln

Das Schwanzwedeln wird meistens als Zeichen für Freundlichkeit und Freude interpretiert. Ein übertriebenes Schwanzwedeln kann aber auch bei unterwürfigen Hunden beobachtet werden. Das Schwanzwedeln hat also mehrere Bedeutungen:

  • Wird langsam und steif gewedelt, ist der Hund meist verärgert.
  • Ist der Schwanz zwischen die Hinterbeine geklemmt, hat der Hund Angst.
  • Unruhige oder nervöse Hunde halten ihren Schwanz manchmal nach unten und wedeln steif damit.
  • Wie Hunde normalerweise ihren Schwanz halten, variiert von Rasse zu Rasse. Aber im Allgemeinen lässt sich sagen, dass ein Schwanz, der höher als 45 Grad zum Rücken gehalten wird Wachsamkeit und Interesse bedeutet.

Das Gesicht eines Welpen

Das Gesicht Ihres Welpen kann dir viel über seine Stimmung verraten. Ist er ängstlich? Aufgeregt? Verspielt? Dies und viele andere Gefühle erkennst du an seinem Gesichtsausdruck.

Gespitzte Ohren drücken Wachsamkeit und Zuhören aus.

Sind die Ohren flach an den Kopf gelegt, kann das sowohl Freude als auch Angst bedeuten.

Um seine Stimmung richtig zu deuten, musst du auf weitere Signale achten und diese kombinieren.

Halb geschlossene Augen sind ein Zeichen für Freude oder Unterwürfigkeit, weit geöffnete für Aggression. In der Wildnis starren sich Hunde an, bis einer sich zurückzieht oder die Herausforderung annimmt. Wenn dein Welpe verscheucht dich niederzustarren, wenn es um Erziehungsfragen geht brich den Blickkontakt nicht ab. Wenn deine Welpe allerdings nervös ist, dann halte den Blickkontakt nicht zu lange aufrecht.

Ganz normaler Augenkontakt vertieft die Beziehung zu deinem Welpen jedoch vertiefen und beruhigen ihn.

  • das Gesicht und die Mimik deines Welpen verrät viel über seine Stimmung
  • achte auf alle Zeichen
  • wie ist seine Atmung?
  • wie ist seine Ohrhaltung?
  • wie ist der Augenkontakt mit dir?
Welpe beißt Frauchen in die Hand
Welpe beißt Frauchen in die Hand | Foto: LuboIvanko / bigstock.com

 Der „böse Blick“

Welpen steht ein großes Repertoire an Gesten zur Verfügung, um sich zu unterhalten. Neben der Gestik spielt auch die Mimik bei der Kommunikation von Hunden eine große Rolle. Diese setzen sie ein, um Gefühle wie Hunger, Angst oder Zuneigung auszudrücken.

Schaut ein Hund starr geradeaus und sind seine Pupillen verengt, droht er. Dies nennt man auch den „bösen Blick“.

Hunde gehen kämpfen aus dem Weg

Gestik und Mimik dienen bei Hunden vor allem dazu, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Entsprechende Dominanz-, Droh-, oder Unterwürfigkeitssignale sorgen dafür, dass Hunde untereinander von vornherein ihre Positionen abstecken, damit es gar nihct erst zum Kampf kommen muss.

Viele Auseinandersetzungen mit Artgenossen können dadurch friedlich geklärt werden. Kommt es doch einmal zum Kampf, dauert dieser meist nur sehr kurz, da einer der Teilnehmer schnell aufgibt.

Wenn ein Mensch allerdings nicht die Sprache seines Hundes richtig deutet kann es zu Unfällen kommen, weil beispielsweise ein sich bedrohter Hund noch weiter in die Ecke getrieben wird und dann zu beißt. Deshalb ist es so wichtig als Hundehalter den eigenen Hund zu verstehen.

Lächelt dich dein Welpe an?

Ein unterwürfiger Hund und einige Rassen, wie Labrador, öffnen manchmal ihr Maul. Dies sieht dann aus wie ein schiefes Grinsen. Und es ist tatsächlich ein Zeichen für Freundlichkeit. Wenn die Lefzen allerdings fest zurückgezogen und die Zähne gezeigt werden ist es ein klares Zeichen für Aggression.

  • „lächeln“ ist ein Zeichen von Freundlichkeit
  • hochgezogenen Lefzen sind ein Zeichen von Aggression
  • es ist wichtig die feinen Nuancen zu unterscheiden

Spiel mit mir

Dein Welpe stupst dich an, hebt die Pfote, neigt sich nach unten, bellt? Er möchte beachtet werden, Aufmerksamkeit haben und spielen.

Welpe bellt Frauchen an | Foto: Tanya69 / bigstock.com

Deine eigene Körpersprache optimieren

Verbessere deine Körpersprache, damit du deinem Welpen klarere Signale zeigst. Wenn du in die Hocke gehst und die Arme weit ausbreitest heißt das Herzlich Willkommen.

Beugst du die allerdings von oben über deinen Welpen und starrst ihn an, wird er das als Bedrohung empfinden.Hunde achten mehr auf unsere Körpersprache als auf unsere Sprache, daher solltest du diese gezielt einsetzen.

  • die eigene Körpersprache ist sehr wichtig
  • Reflexion und Aufmerksamkeit sind elementar im Zusammenleben mit einem Welpen
Mit einer guten Portion Achtsamkeit und Selbstreflektion ist es gar nicht so schwer deinen Welpen auch ohne, dass er dir verbal antworten kann, zu verstehen.
Leinentraining mit dem Welpen ist wichtig
Leinentraining mit dem Welpen ist wichtig| Foto: chalabala / bigstock.com

Wenn du nicht mehr weiter weißt in der Kommunikation mit deinem Welpen

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