Das neue Zuhause hundegerecht gestalten

Jack Russel in seinem Welpenbett
Jack Russel in seinem Welpenbett | Foto: Yastremska / bigstock.com

Nachdem dein süßer kleiner Vierbeiner nun bald in deinem Zuhause seinen neuen Platz findet, musst du dir Gedanken um die Ausstattung machen. Und zwar, wie du das neue Zuhause hundegerecht gestaltest. Hier gilt es einige Dinge zu beachten. Besonders wichtig ist die Eingewöhnung deines Welpen. Nur durch klare Strukturen und ein gemütliches Umfeld, wird sich der Welpe schnell an seine neue Heimat gewöhnen. Spätestens dann, hast du einen treuen Begleiter für das restliche Hundeleben!

Lass dir viel Zeit bei der Gewöhnung des Welpen an sein neues Zuhause!

Grundsätzlich, sollte die Eingewöhnung mit viel Geduld, Liebe und ohne Stress verlaufen. Nimm dir Zeit dafür. Auch Hundewelpen sind sensibel und benötigen viel Aufmerksamkeit. Schließlich bist du die seine neue Bezugsperson. Viele Angelegenheiten – wie die Findung des Futterplatzes und Schlafplatzes -, muss das Tier zunächst erst lernen. Vor allem ist alles neu und aufregend für den Welpen. Demnach sind von deiner Seite, die nötige Portion Geduld und Aufmerksamkeit wichtig!

Ganz wichtig ist die Tatsache, dass du dir zu Beginn der Gewöhnung einige Tage (am besten ein bis zwei Wochen) Urlaub nehmen solltest. Oder du sorgst dafür, dass dein Welpe in der Anfangszeit nicht alleine Zuhause ist. Für deinen Welpen ist alles neu und unbekannt. Er möchte nicht in einer neuen Umgebung alleine gelassen werden. Du– und deine Familie – sind seine neuen Bezugspersonen und euere Welpe braucht euch. Lasst euch genügend Zeit und dann klappt es auch mit der Eingewöhnung problemlos.

Baue eine feste Bindung zum Welpen auf, dann bleibt er dir ein Leben lang treu!

Bevor wir auf die einzelnen Details zur Gestaltung Zuhause übergehen, betonen wir nochmals die Wichtigkeit der emotionalen Bindung zwischen Welpen und Besitzer. Beschäftige dich mit deinem Hundekind. Auch Kuscheleinheiten dürfen nicht fehlen. Sämtliche Aspekte, die der Welpe in dieser Zeit lernt, prägen sein gesamtes Hundeleben. Übrigens, sind die jungen Tiere sehr neugierig und vor allem schnell lernfähig. Speziell Vertrauen wird in dieser Zeit schnell aufgebaut, wenn du es richtig anpackst.

Dein Welpe lernt, dass er sich auf dich verlassen kann. Weil du ihn streichelst, wie eine „Mutter“ zu ihm bist, ihn fütterst und dich um ihn kümmerst. Dadurch baust du eine innige und feste Bindung zum Hundekind auf. Im Gegenzug, belohnt dich der Welpe mit ewiger Dankbarkeit und der absoluten Treue. In diesem Sinne, akzeptiert dich das Tier als „Rudelführer“ in allen Facetten.

im Überblick

  • gib deinem Welpen Zeit und Raum sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen
  • bau eine Vertrauen zu deinem Welpen auf
  • beschäftige dich in den ersten Tag viel mit deinem Welpen
Leinentraining mit dem Welpen ist wichtig
Leinentraining mit dem Welpen ist wichtig| Foto: chalabala / bigstock.com

Zeige dem jungen Welpen sein neues Zuhause von A-Z!

Das neue Zuhause des Welpen muss hundegerecht gestaltet werden. Lass deinen Welpen die ungewohnte Umgebung erkunden. Nur dann, fühlt er sich rundum wohl. Gerüche, Gegenstände und auch die Familienangehörigen, werden ausgiebig begutachtet. Hier hilfst du dem kleinen Vierbeiner, indem du wirklich alle Räumlichkeiten zeigst. Unternehme eine regelrechte „Führung“ durch das Haus bzw. die Wohnung.

Hier spielen auch fremdartige Geräusche eine besondere Rolle. Sei es der Staubsauger oder knallende Türen. Anfangs sind Welpen bei neuen Geräuschen etwas schreckhaft. Versuche aber gar nicht erst, extrem leise oder vorsichtig zu sein. Schließlich muss sich der Welpe an sein neues Zuhause mit all seinen Gerüchen und Geräuschen komplett gewöhnen. Bringe dem Welpen auch die feste Route bei, wo er seine Blase entleeren kann. „Hundebeutel“ nicht vergessen!

Thema Sicherheit bei der Gewöhnung an das neue Zuhause des Welpen!

Dieses Thema ist äußerst wichtig. Auf der Erkundungstour, besteht die hohe Gefahr, dass sich Welpen verletzen. Weil die Neugierde oftmals siegt! Leider haben Welpen das „Talent“, so ziemlich alle möglichen Gegenstände ins Maul zunehmen und damit auch den Geschmack zu erkunden. Bei menschlichen Babys, verhält es sich genauso. Also sorge für die nötige Sicherheit Zuhause! Vom Elektrokabel bis zur giftigen Gartenpflanze, lauern eine Vielzahl von Gefahren für den Hund.

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Selbst scheinbar ungefährliche Gegenstände, wie Büromaterialien (Klammern etc.) und Kinderspielzeug, können schnell in die Atemwege gelangen. Also muss vor der Ankunft des Welpen, für Ordnung und Sicherheit gesorgt werden! Weitere Gefahrenquellen sind beispielsweise ein Gartenteich, Treppen, Medikamente, Putzmittel und Kleinteile wie Kinderspielzeug. Räume also alles beiseite, was eventuell gefährlich werden könnte. Auch die Umzäunung des Gartens ist wichtig!

Um für Sicherheit zu sorgen kann ein Welpenauslauf in den ersten Monaten eine große Hilfe sein.

Thema Treppensteigen: Besonders gesund für Hunde ist das Treppensteigen nicht. Speziell Welpen, können schnell herabstürzen, wenn diese sich wieder hinunter begeben. Hier solltest du unbedingt ein Treppengitter installieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Aber es existieren spezifische Hundegitter, die nicht nur vor Treppen schützen, sondern auch vor gewissen Räumen mit Gefahrenpotential. Sicherheit geht vor und du solltest den Welpen fast wie wie ein Baby behandeln!

Auch die Gesundheit deines Hundes wird es dir danken, wenn du ihn, besonders als Welpen, wenig Treppensteigen lässt. Gelenkserkrankungen wie Hüftdysplasie werden durch die zu hohe Belastung im jungen Alter begünstigt.

Im Überblick

  • Sicherheit geht vor
  • stelle giftige Pflanzen aus der Reichweite deines Welpen
  • Kleinteile können verschluckt werden
  • sichere deinen Gartenteich
  • Putzmittel sind für Welpen lebensgefährlich
  • Treppensteigen sollte maximal in geringen Maße statt finden

Rückzugsort schaffen und Welpenplatz einrichten!

Weil Welpen ihre Mutter frühzeitig verlassen, bist jetzt du der persönliche „Ansprechpartner“. Also richte einen gemütlichen Platz in deinem Zuhause ein, wo sich der Welpe zurückziehen und schlafen kann. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten. Vom Hundebett über den Hundekorb. Eine Hundebox kann auch Sinn machen. Grundsätzlich ist eine Lage empfehlenswert, wo der Welpe sich zurückziehen kann und dennoch viel von seiner Umgebung mitbekommt.

Grundsätzlich sollte die Couch ein Tabuthema sein. Nicht nur die Hundehaare stören, sondern der Welpe gewöhnt sich sehr schnell an dieses Privileg. Weiterhin muss der Welpenplatz auch die Möglichkeit bieten, wirklich ein Rückzugsort zu sein. Besonders Kinder im eigenen Haushalt sollten lernen, den Welpen dann auch in Ruhe zu lassen – trotz der Freude über den neuen Mitbewohner. Es stellt sich also die Frage, welcher Hundeplatz für euch individuell Sinn macht.

Eine Hundebox, stellt neben dem Hundebett oder einem Hundekorb eine sinnvolle Alternative dar. Aufgrund der Beschaffenheit – 4 Wände und ein Eingang/Ausgang , lässt sich hier schnell und bequem eine Art „Höhle“ bauen. Bestücke diese Höhle mit kuscheligen Decken, ein wenig Spielzeug und ganz sicher findet der Welpe seine neue Höhle so richtig toll. Schließe den Welpen aber nicht in einem Raum ein! Besonders am Anfang, ist Bewegungsfreiheit von immenser Bedeutung!

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Der perfekte Hundeplatz für den Welpen ist zugleich ein Versteck, trotzdem in zentraler Lage und frei begehbar. Sämtliche Türen sollten stets offen bleiben, um den Welpen nicht „einzusperren“.

 Im Überblick

  • schaffe einen Rückzugsort für deinen Welpen
  • in seinem Korb oder seiner Hundebox darf der Welpe immer seine Ruhe haben
  • mache es deinem Welpen gemütlich mit Decken
  • Sperre deinen Welpen nicht in seine Hundebox ein

Futterplatz für den Welpen einrichten!

Es ist wichtig, einen festen Platz zu finden, wo immer genügend frisches Wasser bereitsteht. Beim Thema Fütterung, macht auch eine bestimmte sich immer wiederholende Zeit Sinn. Natürlich auch stets an einem gewissen Platz, wo sich auch das Wasser befindet. Hierbei kann zum Beispiel der Flur dienen. In jedem Fall ein Platz, der am Boden gefliest ist bzw. leicht zu reinigen ist. Auch Welpen „kleckern“ beim Fressen und nichts ist ärgerlicher, als wenn sich Futterreste oder Wasserreste auf dem Teppich befinden.

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„Mitbewohner“ wie andere Haustiere beachten!

Welpen sind Tiere und haben einen ganz natürlichen Jagdinstinkt. Speziell Hunde, benötigen Fleisch und sind vom Verhalten her angeborene Jäger. Dennoch, ist es keine Seltenheit, dass Hundewelpen und sogar Katzen beste Freunde werden! Es kommt immer auf die Phase der Prägung in der Welpenzeit an. Wenn die eigene Katze kein Problem mit dem Welpen hat, entstehen schnell tierische Freundschaften. Aber eine ausgewachsene Katze, kann für Welpen gefährlich werden, wenn diese sich bedroht fühlt!

In keinem Fall, darfst du anfangs den Welpen mit anderen Tieren ohne Aufsicht in einem Raum lassen. Das gilt nicht nur für Katzen, sondern auch für Kleintiere wie Hamster und Wellensittiche und dergleichen. Gewöhne einfach deinen Welpen an diese tierischen Mitbewohner und unterbinde damit den Jagdinstinkt. Unter Umständen, gehört eine kleine Bestrafung (nicht körperlich) dazu, sobald der Welpe ständig am Vogelkäfig lauert oder gar aggressiv wird.

Auch der richtige Rhythmus gehört zu einem perfekten Zuhause!

Welpen hundegerecht halten und an das neue Zuhause gewöhnen. Dazu zählen nicht nur der Futterplatz oder der Rückzugsort, sondern auch ein gewisser Rhythmus im Alltag.

  • Wann gibt es Futter?
  • Wann wird es Zeit Gassi zu gehen?
  • Wann ist langsam Zeit zum Schlafen?

Angenommen, du stehst jeden Tag um 6 Uhr auf, weil du zur Arbeit musst. Dann gehe doch einfach täglich 6:30 früh mit dem kleinen Vierbeiner Gassi! Somit hat der Hund die Möglichkeit, seinen Körper (bezüglich der Blase) darauf einzustellen.

Je eher du feste Zeiten in Sachen Fütterung und Gassi gehen einhältst, umso schnell lernt der Welpe und die Gewöhnung klappt. Bedenke aber immer, dass Welpen nicht so belastbar sind, wie ausgewachsene Hunde. Damit fällt die „Gassi Tour“ natürlich kleiner aus. Zudem schlafen Hundewelpen zwischen 18-22 Stunden am Tag. Auch der Intervall der Mahlzeiten ist kürzer, als bei einem ausgewachsenen Tier. Dennoch sind feste Zeiten und ein Rhythmus für dich und das Tier von großem Nutzen!

Im Überblick

  • tierische Mitbewohner im Haushalt sollten nicht alleine gelassen werden mit dem Welpen
  • gewöhne deinen Welpen langsam an Katze, Nager oder andere Haustiere
  • versuche einen Rhythmus im Alltag einzuhalten
  • füttere immer zu gleichen Zeit
  • versuche deine Gassi Geh Zeiten regelmäßig zu gestalten

Aufgabenverteilung bei der Gewöhnung von Welpen an das neue Zuhause!

Hier kommt es ganz darauf an, wie viele Personen im Haushalt leben. Wenn du alleine lebst, bist du natürlich die einzige Bezugsperson. Bei Familien allerdings, sieht die Sachlage schon anders aus. In familiären Situationen, respektiert der Welpe eine ganz bestimmte Person als absolute Bezugsperson. Dennoch aber auch die anderen Familienangehörigen als Mitglieder eines „Rudels“ mit höherer Rangfolge. Also lohnt es sich, die Aufgaben aufzuteilen, damit dein Welpe später allen Familienmitglieder gut gehorcht.

Zeitlich, sollten die Abläufe immer ähneln. Also feste Zeiten für die Fütterung und dergleichen. Aber alle Familienmitglieder, sollten mit anpacken. Auch daran gewöhnt sich der junge Vierbeiner. Teilt die Arbeit auf. Findet eine Lösung, wer wann mit dem Welpen Gassi geht. Oder wer mit ihm spielt und ihn füttert. Dann klappt der Verbund aus Familie und Hundewelpen garantiert perfekt! Bei der Gewöhnung eines Welpen an seine neue Heimat, darf das Thema Reizüberflutung nicht unterschätzt werden.

Nur die Familienmitglieder, werden wirklich „Zugang“ zum Welpen und später ausgewachsenem Hund erhalten. Wichtig ist natürlich, dass auch die regelmäßigen Besucher und Verwandten den Hund kennenlernen. Aber trotzdem, sollte der Welpe stets die Möglichkeit haben, Abstand zu gewinnen. Nur er selbst sollte entscheiden, wann er Lust hat, ausgiebig zu knuddeln und zu kuscheln. Sobald der Hund von alleine wieder geht, hat er genug von Streicheleinheiten.

Kleiner Welpe beißt in den Finger
Kleiner Welpe beißt in den Finger | Foto: Sushytska/ bigstock.com

Im Überblick

  • versucht alle Familienmitglieder mit einzubeziehen
  • teilt die Aufgaben, wie Füttern, Gassi gehen und spielen untereinander auf
  • sorgt für eine gute Sozialisierung eures Welpen

Dauer der Gewöhnung des Welpen an sein Zuhause!

Hier gilt als grober Anhaltspunkt, die Dauer von etwa 6-8 Wochen. Besonders in den ersten beiden Wochen nach dem „Einzug“, sollte der Hund tunlichst keine längere Zeit alleine gelassen werden. Verwandte, Freunde und Co., können gerne kommen und den Hund kennenlernen, sobald er einige Tage in seinem neuen Zuhause lebt. Dennoch musst du im Vorfeld wissen, dass nicht alles nach Plan funktionieren wird.

Kleinere Unfälle, besonders bezüglich der Hundeblase, musst du dem Tier verzeihen. Es dauert einfach eine Weile, bis die Gewöhnung komplett abgeschlossen ist. In jedem Fall musst du das neue Zuhause des Welpen hundegerecht gestalten, um das sensible Tier ideal auf die Umgebung einzustimmen und für den nötigen Rhythmus und die notwendige Sicherheit zu sorgen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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